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Christel Kuke

Das Frauenblasorchester Berlin… was lässt sich dazu nicht alles sagen… 55 tolle Frauen, eine bunte Mischung in jeder Hinsicht, von jung bis alt, ein breites Spektrum an Charakteren, beruflichen und sonstigen Orientierungen… und mittenmang: icke, eine waschechte, mit Spreewasser getaufte Urberlinerin.  Nach meinem frühzeitigen Berufsausstieg sah ich mich in trauter Beschaulichkeit gärtnernd, lesend, Musik hörend (nee, strickend nicht…). Aber denkste! Es kommt ein Flyer geflattert, dass sich ein Frauenblasorchester gründet. Und schon war’s mit der Beschaulichkeit vorbei. Flugs die eingestaubte Flöte gezückt, wieder mit dem Unterricht begonnen, Etude rauf, Etude runter, mein Herz in beide Hände genommen… und schon war ich Teil dieses wundervollen Orchesters.

Musik hat mein Leben allerdings schon immer begleitet. Meine frühkindlichen, stimmgewaltigen Sangeskünste fanden bei meiner Umwelt jedoch so wenig Anklang, dass ich die üblichen Verdächtigen, Mundharmonika und Blockflöte, strapazierte, letztere im Flötenensemble meiner Schule. Die etwas „höheren“ Weihen der musikalischen Erziehung folgten später. Ich wollte Klavier, durfte aber nicht und musste… sollte… „wollte“ schließlich Akkordeon, entsprechend halbherzig waren meine Bemühungen und wurden mit beginnendem Studium eingestellt.  Es folgten Jahre ausschließlich konsumierender Beschäftigung mit der Musik, vorzugsweise in der Philharmonie, sprich einseitig klassisch orientiert. Während der midlife crisis packte mich jedoch der Ehrgeiz, und da mich Flötentöne mit ihrem klaren und manchmal sooo wehmütigen Klang schon immer fasziniert haben, wurde es also die quere Flöte, der ich, vom kurzen Fremdgehen zu Klavier und Fagott einmal abgesehen, bis heute treu bin. Während meines Berufslebens hielt sich mein Übe-Eifer belastungsbedingt in überschaubaren Grenzen bis zu jenem Tage, als  besagter Flyer flatterte…

Das Frauenblasorchester hat mein Leben doch noch mal kräftig verändert. Nicht nur, dass mein Zwerchfell jetzt von der berüchtigten „Stütze“ und vom vielen Lachen trainierter ist, mein „Horizont“ hat sich auch geweitet, musikalisch nicht mehr nur klassiklastig und ansonsten… auf zu neuen Ufern. Denn wie ich dazu kam, die Homepage unseres Orchesters zu entwerfen und zur Webmasterin zu avancieren, weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich hatte mich wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Selber schuld… Also Ärmel hochgekrempelt: “Learning by doing“ ist die Devise!  Diese Homepage ist wahrlich nicht nur eine Quelle der reinen Freude, weil harte Arbeit, aber in gewisser Weise doch ein „Jungbrunnen“. Es ist schon erstaunlich, was frau auf ihre ollen Tage noch so alles lernen kann… und manchmal entwickeln sich dann Dinge von ganz alleine (wer mal schauen mag, was ich sonst noch so treibe…web & foto).

Lange Rede kurzer Sinn: ich weiß gar nicht mehr, wie es mal vorher war…

Ein Leben ohne Frauenblasorchester Berlin? Never!