Porträt des Monats
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Nikola Kott
Meine Zeit in der Musikschule hat schon sehr früh begonnen.
Ich kann mich tatsächlich noch daran erinnern, wie ich auf
dem Schoß meiner Mutter in der Musikschule Charlottenburg
saß und darauf wartete, bis meine große Schwester mit dem
Blockflötenunterricht fertig war. In dieser Zeit las sie
mir immer „Ich bin der kleine Hase“ oder „Die Raupe
Nimmersatt“ vor. Das muss daher schon sehr früh gewesen
sein. Wahrscheinlich war ich 2. |
Mit 14 wollte ich dann gerne wieder ein Instrument lernen. In meiner
Oberschule war es damals möglich, sich ein Instrument für eine
gewisse Zeit auszuleihen. Ich entschied mich für das Altsaxophon.
Das Lernen fiel mir unglaublich leicht, da ich kaum neue Griffe
lernen musste und den Violinschlüssel konnte ich ja schließlich
noch! In der 9. Klasse begann ich dann in dem Schulorchester
mitzuspielen. Das machte mir immer großen Spaß und brachte mir in
den letzten 2 Schuljahren auch noch gute Zeugnisnoten.
Dann begann mein Studium.
Ich studierte Architektur und die Zeit zum Üben wurde immer
weniger. Anfangs spielte ich noch in einer kleinen Band mit 4
Bläsern, einem Percussion-Spieler und einem Marimbaphon-Spieler.
Leider machte die Musikrichtung, die wir in dieser Band spielten, es
erforderlich, immer wieder zu improvisieren. Und das gefiel mir
damals nicht und das
mache ich auch heute noch nicht
wirklich gerne. Ich hörte so ungefähr mit 20 auf zu
musizieren.
Nach meinem Architekturstudium habe ich dann noch ein
Wirtschaftsingenieur-Aufbaustudium absolviert. Ich fand dann auch
tatsächlich ziemlich bald nach dem Diplom eine Arbeit auf der ich
dann durch Zufall Anna kennenlernte (Tenorhorn-Porträt März 2010).
Sie lud mich zu ihrer Einweihungsfeier ein, wo auch einige andere
Damen aus dem Orchester zu Gast waren. Es blieb daher nicht aus,
dass wir irgendwann über das Musik-machen sprachen. 5 Wochen später
war das Jahreskonzert 2007 in der Wabe. Ich ging dort hin und bekam
sofort wieder Lust, in einem Orchester mitzuspielen. Leider waren
die Alt-Saxophone jedoch bestens besetzt. Ich hätte ja auch eine
andere Stimme gelernt, aber es wäre nur das Bariton-Saxophon
geblieben und das schien mir dann doch zu schwierig.
Also legte ich das Thema erst einmal ad-acta.
Ende März 2008 bekam ich dann von Anna eine E-Mail. Die Zitate habe
ich noch:
„Astrid: Alter?
Sagte
ich (also Anna) in den 30ern (stimmt das??? – Falls du älter sein
solltest, hast du dich gut gehalten. Falls du jünger bist – Alter
macht Weise… ;o))))
Sie
daraufhin: das ist ok.
Astrid: Hat
sie schon mal im Orchester gespielt?
Ich: ähm – ich glaube
Sie: das ist gut.
Sie: Ist sie gut?
Ich: ähm – glaub schon.
Du: ???
Sie: würde sie auch Albereien mitmachen?
Ich: Denke ja.
Astrid: Sprich mal mit ihr.
Ich: OK – mach ich.
Das hat sie dann auch. Ich wollte dann erste einmal zum Gucken
kommen, das wurde mir aber sofort ausgeredet. Ich übte das erste Mal
seit über 10 Jahren zu Hause und stellte fest, dass das tatsächlich
noch geht. Ist wie Fahrradfahren, das verlernt man ja auch nicht!
Seit dem bin ich dabei und bin jeden Dienstagabend darüber erstaunt,
wie entspannend das gemeinsame Musizieren sein kann – auch nach
einem langen Tag!
Eigentlich sollte ich auch irgendwann einmal Solis spielen,
aber zum Glück ist dann noch Rosi nach mir ins Orchester
gekommen, die viel besser ist als ich. Aber was meinte Astrid wohl
mit Albereien??
"Funky, Funky!"