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Ulla Ganzer

 

Im FBOB sitze ich in der 2. Reihe, ziemlich weit rechts (von vorne gesehen) unter den     2. Flöten.

Meine Flöte und ich – das ist eine Liebe, die vor fast 35 Jahren begonnen hat. An einen Auslöser, wie es „Jenseits der Stille“ für viele Klarinettistinnen war, kann ich mich nicht erinnern; auf jeden Fall  war er mit 10 Jahren plötzlich da, der Wunsch Querflöte zu spielen. Die Realisierung dieses Wunsches ließ dann noch 25 Jahre und etliche Schlenker im Leben auf sich warten. Besser spät als nie!

Und wie es das Wesen jeder Liebe ist, so ist auch diese leider manchmal einseitig (ich will, aber sie nicht) und oft sehr arbeitsintensiv, aber alle Mühen der Gebirge und Ebenen sind vergessen, wenn der Ansatz stimmt und die Finger über die Klappen fliegen.

Nachdem ich etliche Jahre mehr oder weniger fröhlich (s.o.) vor mich hingeflötet hatte, stieß ich im Sommer 2003 in meiner Kirchengemeinde auf einen Flyer, in dem Mitspielerinnen für ein neu zu gründendes Frauenblasorchester gesucht wurden. So begann dann meine Liebe zum Frauenblasorchester mit den bereits oben genannten Nebenwirkungen, wobei die Freude am gemeinsamen Musizieren und die phantastische Gemeinschaft so vieler verschiedener Frauen alles schlägt!

In meinem Leben neben dem Frauenblasorchester arbeite ich in einem großen pharmazeutischen Unternehmen unserer Stadt, wo ich mich als Chemikerin der Frage widme, welche physikochemischen Eigenschaften eine wirksame Substanz besitzen muss, damit man sie in 12 Jahren in der Apotheke kaufen kann (und die Bayer-Aktie steigt).

Dann gibt’s da noch meine wunderbare, knapp 14-jährige, nur ganz leicht pubertierende Tochter, mit der ich ein kleines Häuschen in Konradshöhe (links oben auf dem Berliner Stadtplan) bewohne. Damit wir uns zu zweit nicht zu sehr mopsen (und Mamas Samstagvormittage auch ausgefüllt sind), teilen zwei Katzen, zwei Meerschweinchen und drei Kaninchen unser Leben. Sarah spielt übrigens Trompete. Vielleicht wächst da die neue FBOB-Generation heran?

Mir soll es recht sein, wird es doch so noch lange kein Ende nehmen mit dem Frauenblasorchester in meinem Leben!